Walter Kress diskutiert bei der Tafelrunde über „Lebensqualität im ländlichen Raum“

Die Löwensteiner Tafelrunde wurde 2009 ins Leben gerufen. Hier ist ein Netzwerk entstanden, in dem sich Menschen treffen, denen die Region Heilbronn-Franken besonders am Herzen liegt. Vertreter aus Wirtschaft, Landwirtschaft, Politik und Verwaltung trafen sich am 20. November im Festsaal der Klinik Löwenstein, um über Lebensqualität im ländlichen Raum zu diskutieren.

Klinik-Geschäftsführer Dieter Bopp begrüßte als Gastgeber die Teilnehmer der Podiumsdiskussion: Wolfgang Reimer, Ministerialdirektor im Ministerium Ländlicher Raum; Detlef Piepenburg, Landrat Landkreis Heilbronn; Thomas Brunner, Geschäftsführer Biotek; Markus Reiner, Küchenchef Jagstmühle; Harry Brunnet, Bürgermeister Hardthausen und Vizepräsident des Gemeindetages; Walter Kress, Biobauer und Feinkosthändler. Moderiert wurde die Veranstaltung von Wolfgang Köhler vom SWR. Bei den namhaften Teilnehmern war eine angeregte Diskussionsrunde schon vorab gesichert. „Der ländliche Raum wird von jedem etwas anders definiert.“ Meinte Bürgermeister Harry Brunnet gleich zu Beginn. Und es zeigte sich, dass jeder Teilnehmer seine eigenen Prioritäten setzte: Für Landrat Piepenburg steht der Tourismus im Vordergrund. Harry Brunnet findet, dass die Wirtschaft ein extrem wichtiger Faktor ist. Auch Thomas Brunner sieht im ländlichen Raum einen Standortvorteil. Für Walter Kress, der als Vertreter der Slow Food Organisation anwesend war, steht fest, dass die Agrarkultur im Vordergrund steht und nicht das Agrarbusiness. „Lebensqualität im ländlichen Raum“ sollte nicht nur eine optimale Versorgung mit guten Lebensmitteln aus der Region bedeuten – zur Lebensqualität gehört auch unbedingt der Genuss.

Viele Fakten und Probleme wurden im Laufe der Podiumsdiskussion angesprochen: Junge Menschen wandern in die Städte ab. Die Landwirtschaft muss ihre Flächen besser nutzen, die Energieversorgung muss sich wandeln und auch der ländliche Raum benötigt bessere Verkehrswerke – aber all das kostet Geld. Hierzu meinte Wolfgang Reimer, dass es wichtig wäre, Fördergelder im ländlichen Raum vor allem dort auszugeben, wo Bürger und Unternehmer Verantwortung für ihre Heimat übernehmen. Aber nicht nur die Politik ist gefragt, wenn es darum geht, das Leben auf dem Land zu gestalten, zu verbessern und etwas zu bewegen.

In geselliger Runde gingen im Anschluss an die Diskussion die Gespräche weiter. Bei regionalen Spezialitäten konnten sich Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen austauschen und vernetzen. Alle teilten und teilen die Begeisterung für das Leben im ländlichen Raum und waren sich einig im Bestreben, dass sie sich auch künftig stark machen werden für die „Lebensqualität im ländlichen Raum.“

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